Glaubensgrundlagen

In Übereinstimmung und Erweiterung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses glauben wir:

 

1.      Die Heilige Schrift

Wir bekennen, dass die ganze Heilige Schrift (ohne Apokryphen) das in den Originaltexten - unter Beibehaltung der menschlichen Eigenheiten des Autors - von Gott inspirierte und daher irrtumslose Wort Gottes ist, das uns Gott als oberste Autorität in allen Fragen des Glaubens, Denkens und Handelns zuverlässig überliefert hat. (2 Tim. 3:16; 2 Pet. 1:21; Heb. 4:12)

2.      Gott

Wir bekennen uns zu dem einen, einzigen und persönlichen Gott, der sich zugleich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart. Gott ist Geist, aber Person; ewig, allgegenwärtig, allmächtig und allwissend; er ist vollkommen heilig, gut und gerecht, ein Gott des Gerichtes, sowie der Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. (Gen. 1:1; Deut. 6:4; John 10:30; John 4:24; Matt. 28:19; 2 Cor. 13:14; Heb. 4:14; Psalm 139:1-10; Jer. 23:23-24; Psalm 99:9; Psalm 106:1; Deut. 32:4; 1 John 4:8; Exodus 34:6)

Wir glauben an Gott den Vater, den Planer, Urheber und Erhalter aller Dinge, von dem der Heilsplan Gottes für uns Menschen ausgeht. (Gen. 1:1; Rom. 8:28; 1 Cor. 8:6; John 3:16; Psalm 54:4; Psalm 55:22)

Wir glauben an Gott, den Sohn, durch den die Welt geschaffen wurde und der durch Zeugung des Heiligen Geistes ganz Mensch wurde und dabei doch ganz Gott blieb, um stellvertretend für die Schuld des Menschen am Kreuz zu sterben und ihn so von Sünde und immerwährender Gottesfeme zu erlösen. Er ist leiblich von den Toten auferstanden und in den Himmel aufgefahren, wo er die Glaubenden persönlich vor dem Vater vertritt. (John 1:1-18; Matt 1:18-21; Luke 24:39; Rom. 3: 23-25; John 5:18; Heb. 1:1-9; 1 John 5:20; 1 Tim. 2:5; Luke 24:51; 1 Cor. 15:1-4; 1 John 2:1-2)

Wir glauben an Gott den Heiligen Geist, der vom Vater und vom Sohn gesandt ist Christus zu verherrlichen und den Menschen vom Heilsweg Gottes zu überführen. Er wohnt in jedem Gläubigen, versiegelt, stärkt, führt, lehrt und heiligt ihn und gibt ihm geistliche Gaben zum Dienst in der Gemeinde. Indem wir alle Lebensbereiche an Christus ausliefern, kann er uns mehr und mehr erfüllen. (John 14:26; 15:26; 16:13-15; Eph. 1:13; Rom. 8:13-16; 2 Cor. 1:22; Rom. 15:19; Acts 1:8; 2:38; 8:29; Gal. 5:18; Titus 3:5; 1 Cor. 6:19-20; 1 Cor. 12:11)

3.      Der Mensch

Wir bekennen, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat und ihn mit Vernunft, Gefühlsreichtum und einem freien Willen ausgestattet hat, damit er in Verantwortung vor Gott sein Leben gestalte und über die Schöpfung herrsche. Mann und Frau sind vor Gott völlig gleichwertig, aber mit unterschiedlichen Aufgaben in Familie, Gemeinde und Gesellschaft betraut.

Wir bekennen, dass der Mensch durch Ungehorsam in Sünde gefallen ist und so alle Menschen völlig und ewig von Gott getrennt wurden. Die Natur, das Denken und das Tun des Menschen sind jetzt von der Sünde gezeichnet. Als Folge des Abfalls sind über die ganze Welt Plage, Krankheit und Tod gekommen. (Gen. 1:26-30; Rom. 3:23; 1 Cor. 11:8-12; Rom. 1:18-22; Eph. 5:22-24)

4.      Die Erlösung

Wir bekennen, dass der Mensch allein aus Gottes Gnade durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus errettet wird. Er allein ist unser Mittler, der unsere Strafe völlig auf sich genommen hat. Jeder, der - durch Gottes Wort vom Heiligen Geist überführt – seine Sündhaftigkeit vor Gott eingesteht, das stellvertretende Opfer Christi willentlich in Anspruch nimmt und Jesus als seinen Herrn anerkennt (Herrschaftswechsel), wird zu neuem Leben wiedergeboren und darf die Gewissheit ewigen Heils haben. Durch die Gemeinschaft mit seinem Herrn, Gehorsam gegenüber Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft mit anderen erlebt der Gläubige geistliches Wachstum. Körperlichem und seelischem Leid bleibt er zwar unterworfen, es liegt aber in Gottes Hand, ihm auf sein Gebet hin Heilung oder Stärkung und Wachstum im Leid zu schenken. (John 14:6; Acts 4:12; John 1:29; Acts 13:38-39; Rom. 4:5, 5:1, 10:9-10; John 3:16; Eph. 2:8-9, 1:4-5; Heb. 10:10,14; Eph. 5:26-27; Rom. 8:11; 1 Cor. 6:11; 1 John 5:13; John 10:27-30, 17:1, 6:37; 2 Tim 1:12; James 1:2-3; 1 Pet. 2:20-21, 3:14, 4:12-19; 2 Cor. 4:7-12; Phil. 4:6-7; John 14:13-14; Rom. 5:3-5)

5.      Die Gemeinde

Wir bekennen uns zur Gemeinde als dem einen geistlichen Leib, dessen Haupt Christus ist und dessen Glieder alle Wiedergeborenen sind.

Wir bekennen uns zur Ortsgemeinde als Versammlung von Gläubigen in Jesus Christus, deren Aufgabe es ist, Lobpreis und Anbetung Gottes, die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt, biblische Unterweisung, Seelsorge, Diakonie, Bitte und Fürbitte zu praktizieren. Als sichtbares Zeichen der Erlösung hat die Gemeinde die Glaubenstaufe und das Abendmahl der Gläubigen zu pflegen. Christus ist der Herr der einzelnen Gemeinde, dem sie, allen voran die Ältesten und Diakone, direkt verantwortlich ist. Unter ihrer Leitung und nach ihrem Vorbild sind alle Gemeindeglieder berufen, einander gemäß ihrer geistlichen Reife, Charakter und Begabung zu dienen.

Wir bekennen uns zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Ortsgemeinde. Das Zusammenleben in einem Gemeindebund erfordert jedoch von einer autonomen Gemeinde ein gewisses Maß an freiwillig angenommener Gemeinsamkeit in Lehre und Praxis. Wir anerkennen und unterstützen die staatliche Obrigkeit in ihrer von Gott verordneten Aufgabe, soweit damit nicht Gottes Gebote verletzt werden. (Eph. 1:22-23, 4:15-16; Acts 2:42-47, 14:23; 1 Cor. 11:23-27, 12:19-20, 27-28; Matt. 28:19; 1 Pet. 5:1-5; Titus 1:5)

6.      Die letzten Dinge

Wir bekennen uns zur sichtbaren Wiederkunft Christi nach einer Zeit der Verfolgung, der Verführung und des Gerichtes Gottes. Christus wird dann endgültig Gericht halten über die Lebenden und die Toten. Schließlich wird Gott einen Neuen Himmel und eine Neue Erde schaffen, in denen absolute Gerechtigkeit wohnen wird. Die Erlösten werden die Ewigkeit in Gottes Gegenwart verbringen, die Unerlösten jedoch in der Gottesferne. (Titus 2:13; 1 Thess. 1:10, 4:13-18, 5:4-10; John 14:1-3; Matt. 24:8-31, 25:31-46; Rev. 21:1-8)